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In Deutschland wird kaum noch neu gebaut. Lassen sich auch aus Altbauten „Effizienzhäuser“ machen?

 

Antwort

Schätzungen zufolge entfällt ein Drittel des gesamten Energiebedarfs in Deutschland auf das Heizen und Kühlen von Gebäuden. Private Haushalte verbrauchen für Heizung und Kühlung etwa so viel Energie wie Verkehr oder Industrie. 75 Prozent der Gebäude sind Altbauten, sie verbrauchen 3- bis 5-mal mehr Energie als Neubauten. Dementsprechend ließe sich durch energetische Sanierungen  massiv Energie einsparen.

Insofern kommt der Altbausanierung eine große Bedeutung bei. Viele Wissenschaftler beschäftigen sich mit diesem Thema. Sie gehen Fragen nach wie: Wie lässt sich optimal dämmen? Wie lässt sich die Feuchtigkeit regulieren? Wie kann eine Sanierung schnell und kostensparend vonstattengehen?

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Foto: Fraunhofer IBP

Wissenschaftler am Fraunhofer-Institut für Bauphysik untersuchen auf dem Freilandversuchsgelände Holzkirchen (Foto) Baukonstruktionen, Bauteilen und Baustoffen sowie Anlagenkomponenten für Heizung, Lüftung und Energiesysteme im 1:1-Maßstab unter realen Klima- und Nutzungsbedingungen.

Dass aus einem Altbau ein Haus wird, welches sogar Energie produziert, wird sicher nicht gelingen. Doch das Potenzial zur Energieeinsparung ist enorm.

Diese Frage beantwortete Janis Eitner vom Fraunhofer-Institut für Bauphysik (IBP).