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Was ist „Lichtverschmutzung“?

 

Antwort

Gerd Krüger - Lichter09

Foto: Gerd Krüger

Der Begriff ist vielleicht etwas missverständlich. Anders als bei „Umweltverschmutzung“ geht es nicht um die Verschmutzung von Licht, sondern um den Eintrag von zusätzlichem künstlichem Licht in die Dunkelheit und damit den Verlust von Dunkelheit.
Wissenschaftler haben festgestellt, dass der Eintrag von künstlichem in das nächtliche Licht weltweit pro Jahr um 6 Prozent zunimmt. Für uns Menschen bedeutet Licht Sicherheit und Wohlstand, daher beleuchten wir mit unzähligen Lichtern unsere Straßen und Gebäude bei Nacht. Neben dem enormen Energieverbrauch hat diese „Lichtverschmutzung“ Folgen für die Gesundheit des Menschen und schadet der Umwelt.

In dem interdisziplinären, vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderten Forschungsverbund „Verlust der Nacht“ untersuchen Wissenschaftler gemeinsam die ökologischen, gesundheitlichen sowie kulturellen und sozioökonomischen Auswirkungen, aber auch die Ursachen für die zunehmende Beleuchtung der Nacht. Auf Grundlage dieser Forschungsergebnisse sollen Lösungsansätze für moderne Beleuchtungskonzepte und nachhaltige Techniken entstehen.

Informationen zu den Aktivitäten des Forschungsverbundes „Verlust der Nacht“ finden sich hier.

Zuviel Licht schadet. Ein Beitrag des NDR.

Diese Frage beantwortete Katharina Gabriel, wissenschaftliche Koordinatorin der Forschungsverbundes „Verlust der Nacht“.