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Wird es ein Perpetuum mobile geben, bspw. mit Magneten?

 

Antwort

WaterScrewPerpetualMotion

Bild: George A. Bockler

Schon Leonardo da Vinci war von der Idee besessen, eine Maschine zu entwickeln, die scheinbar ohne Energiezufuhr auskommt. „Perpetuum mobile“ wird diese Idee genannt. Ein Perpetuum mobile ist eine Vorrichtung, die Arbeit verrichtet – ohne äußere Energiezufuhr. Da Arbeit physikalisch eine Form der Energie ist, bedeutet dies, dass ein Perpetuum mobile Energie aus dem Nichts erzeugt.
Dies steht aber im Widerspruch zu grundlegenden Eigenschaften unseres Universums – vornehmlich zum Energieerhaltungssatz der Physik. Er besagt, dass in einem abgeschlossenen physikalischen System (wie dem Perpetuum mobile) Energie weder vernichtet noch erzeugt wird. Die Energiearten werden ineinander umgewandelt.

Es gibt aber auch das sogenannte „Perpetuum mobile 2. Art“. Dies widerspricht dem 2. Hauptsatz der Thermodynamik, welcher die Richtung der Energieumwandlung beschreibt. Der Zustand größerer Unordnung, also größerer Entropie ist der wahrscheinlichere. Aus dem 2. Hauptsatz folgt, dass Wärme nicht von einem Bereich mit niedriger Temperatur in einen Bereich mit höherer Temperatur übertragen werden kann, wenn keine Arbeit verrichtet wird.

Die in heutigen Berichten ab und zu auftauchenden scheinbaren Perpetua mobilia gehören zu dieser 2. Art. Sie sind keine wirklich abgeschlossenen Systeme und stehen oft in subtiler Art und Weise mit ihrer Umgebung in Kontakt und ziehen aus ihr Energie. Würden sie von ihrer Außenwelt isoliert werden, blieben sie stehen.

Diese Frage beantwortete Dr. Susann Beetz auf Grundlage der Kolumne von Prof. Ulrich Walter von der Technischen Universität München für das Portal von N24 (http://www.n24.de/n24/Kolumnen/Prof-Ulrich-Walter-Wissenschaft/d/4419706/kann-es-ein-perpetuum-mobile-geben-.html).