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Wie funktioniert ein Touchscreen?

 

Antwort

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Foto: Astrid Blank

Ein Touchscreen ist eine berührungsempfindliche Oberfläche eines Bildschirms, welche Druckpunkte des Benutzers verarbeiten kann und erkennt, wo ein Benutzer die Oberfläche des Bildschirms berührt, um diese Informationen als Steuerung eines Eingabe- und Ausgabegerätes zu verwenden und somit eine Computermaus zu ersetzt. Grundsätzlich werden drei verschiedene Arten von Touchscreens unterschieden:
Ein resistiver Touchscreen besteht aus zwei verschiedenen Schichten, die zwischen einander ein Spannungsfeld erzeugen. Dieses Spannungsfeld erkennt den Druckpunkt mithilfe eines elektrischen Widerstands, der entsteht sobald der Benutzer die Oberfläche berührt. Dieser elektrische Widerstand kann auf den Punkt genau gemessen werden.
Kapazitive Touchscreens basieren auf einer Glasschicht mit durchsichtigem Metalloxid und sind so konzipiert, dass eine Wechselspannung an den Enden dieser Schicht ein gleichmäßiges elektrisches Feld erzeugt, welches bei Berührungen in Form eines elektrischen Stromes von einem Controller an den Ecken gemessen werden kann und so die Position des Druckpunktes lokalisiert.
Induktive Touchscreens kommen speziell bei Grafiktabletts zum Einsatz und benötigen spezielle Bedienstifte (Pointer). Dies ist dadurch bedingt, dass etwa beim Schreiben und Zeichnen auf dem Grafiktablett keine Berührungsempfindlichkeit durch die Hand oder Finger selbst entsteht und die Eingabe direkt auf den Stift beschränkt ist. Dabei können auch zusätzliche Parameter wie der Neigungswinkel des Stiftes sowie spezielle Extras wie Knöpfe und geringer Abstand zur Oberfläche gemessen und entsprechend verwendet werden.

Diese Frage beantwortete Carsten Kraft, freiberuflicher Softwareentwickler und Autor des Blogs http://www.techuni.de/.