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Wann wird der radioaktive Müll aus Fukushima zu uns kommen?

 

Antwort

fukushima

Foto: GEOMAR

Mit Ihrer Frage zielen Sie sicher auf die in den Ozean eingebrachten radioaktiven Stoffe. Im Bild sehen Sie eine Simulation des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel. Sie zeigt den Ausbreitungszustand radioaktiven Materials 16 Monate nach der Katastrophe im März 2011. Meeresströmungen treiben das radioaktiv kontaminierte Meerwasser im Pazifik Richtung Nordamerika. Durch starke Wirbel und Winterstürme wurde es bereits stark verdünnt. Nach den Berechnungen der Wissenschaftler werden die ersten Ausläufer nach etwa drei Jahren, also 2014, die nordamerikanische Küste erreichen. Die Radioaktivität wird dann knapp unter den Werten liegen, die noch heute infolge der Tschernobyl-Katastrophe in der Ostsee messbar sind. Die Werte in der Ostsee bewegen sich bei etwa 20 Becquerel pro Kubikmeter Wasser. Das ist gegenüber dem Normalwert leicht erhöht, liegt aber noch deutlich unter dem Grenzwert für Trinkwasser. Radioaktive Stoffe, die aus Fukushima stammen, werden an den deutschen Küsten von Nord- und Ostsee nicht messbar sein.

Diese Frage beantwortete Dr. Susann Beetz vom Ideen2020-Team in Absprache mit Dr. Andreas Villwock, Leiter Kommunikation und Medien am GEOMAR Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel.