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Kann das menschliche Gehirn die ständige Konfrontation mit Medien und Multitasking verkraften? Bspw. Industrie 4.0 – zu viel parallele Informationen?

 

Antwort

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Foto: Intuitive Fotografie – Philippe Ramakers

In der Industrie 4.0 werden durch die zunehmende Vernetzung und Komplexität der Systeme und Komponenten in der Tat sehr viel mehr Informationen erzeugt werden, als das heute der Fall ist. Diese Flut an Informationen dem Benutzer ungefiltert zukommen zu lassen, würde sicherlich zu einer Überforderung führen.
Es werden daher große Anstrengungen in der Forschung unternommen technische Assistenzsysteme zu realisieren, die die wahrgenommene Komplexität von Maschinen und Anlagen für den Benutzer auf einem verarbeitbaren Niveau halten, idealerweise sie sogar absenken können. Diese technischen Assistenzsysteme verfügen über kognitive Fähigkeiten und verleihen Maschinen Eigenschaften der Selbstkonfiguration oder Selbstoptimierung. Damit kann beispielsweise eine Produktionsanlage, trotz steigender Komplexität, ähnlich dem Legoprinzip einfach und schnell auf- und umgebaut werden. Oder eine Maschine kann neben ihrer eigentlichen Funktion auch selbständig ihren Energieverbrauch optimieren. Dadurch wird der Mensch von nicht wertschöpfenden oder sehr zeitaufwändigen Tätigkeiten entlastet.

Diese Frage beantworte Prof. Dr. Jürgen Jasperneite, Leiter des Fraunhofer-Anwendungszentrums Industrial Automation (IOSB-INA).