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Was ist Entropie?

 

Antwort

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Foto: Erich Westendarp / pixelio.de

Der Begriff „Entropie“ wird in vielen Kontexten verwendet und ist in den Einzeldisziplinen meist unterschiedlich definiert. Die Entropie ist eine statistisch definierte Größe, die nicht direkt messbar ist, wie etwa Temperatur und Druck. Am bekanntesten ist der Begriff in der Physik. In der klassischen Thermodynamik (Wärmelehre) ist die Entropie über die Wärme definiert. Wärme ist eine sehr „unordentliche“ Energieform mit hoher Entropie. Führt man einem System Wärme zu, wird man seine Entropie – also seinen Unordnungsgrad – erhöhen. Dabei ist die Temperatur zu berücksichtigen: Bei kleinen Temperaturen steigt der Unordnungsgrad viel mehr als bei hohen Temperaturen. In der Natur sind entropiereiche, ungeordnete Zustände wahrscheinlicher als entropiearme, geordnete. Ein geordnetes System geht irgendwann wieder in einen ungeordneten Zustand über, während ein ungeordnetes System nie spontan in einen geordnetes übergeht. Ein Beispiel: Bei einer Mauer finden sich Steine in einem hochgeordneten, entropiearmen Zustand. Dieser Zustand konnte nur durch Einsatz von Energie erreicht werden. Überlässt man eine solche Mauer sich selbst, so verfällt sie im Laufe der Zeit. Irgendwann herrscht ein ungeordneter, entropiereicher Zustand. Ein anderes Beispiels: Beim Sprühen von Parfüm befindet sich der Geruch (Gasmoleküle) nur kurze Zeit an einer Stelle konzentriert. Nach nur kurzer Zeit ist er schwach bis gar nicht wahrzunehmen. Die Moleküle haben sich gleichmäßig im Raum verteilt: Die Entropie hat damit zugenommen.

Diese Frage beantwortete Saskia Blank vom Ideen 2020-Team.