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Was ist der Unterschied zwischen Cyber-physischen Systemen und dem Internet der Dinge?

 

Antwort

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Photo: Fraunhofer IML

Im Internet der Dinge identifizieren spezielle Sensoren (z. B. Kameras oder so genannte RFID-Reader) Produkte und Materialien. Auf diesen sind wiederum bestimmte Informationen darüber gespeichert, was etwa mit ihnen passieren soll. Dadurch teilen die Produkte selbst ihrer Materialfluss- oder Produktionsanlage die nächsten Arbeitsschritte mit. Hilfe von Menschen ist dazu also nicht mehr nötig. Die Verbindung dieser in Produkte und Materialien eingebetteten mechanischen und elektronischen Systeme, wie Sensoren und Kommunikationsmittel, mit softwaretechnischen Komponenten wird als Cyber-physische Systeme bezeichnet. Sie vernetzen bzw. verschmelzen die virtuelle und die physische Welt vollständig miteinander. Sie steuern die Logistik und die Produktion durch das verteilte Wissen und die Informationen aus Prozessen komplett selbstständig. Somit sind sie auch das Bindeglied zwischen dem Konzept des „Internet der Dinge“ und den überlagerten Diensten – dem so genannten „Internet der Dienste“. Dies ist eine virtuelle Welt, in der Softwareanbieter, Dienstleister, Makler und Benutzer gemeinsam flexible Anwendungen entwickeln, die sich dynamisch integrieren lassen. Um die Ziele der vierten industriellen Revolution zu erreichen, braucht die Wissenschaft also beide Konzepte: die Grundidee und Technologien des Internet der Dinge ebenso wie die cyber-physischen Systeme.

Diese Frage beantwortete Christopher Kirsch vom Fraunhofer-Institut für Materialfluss und Logistik IML.