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Wie schädlich ist Zucker für unseren Organismus?

 

Antwort

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Foto: Tim Reckmann / pixelio.de

In normalen Maßen konsumiert und wenn man ausreichend Zahnpflege betreibt, ist Zucker für unseren Organismus nicht schädlich. Auf Anraten der WHO sollte man jedoch nicht mehr als zehn Prozent des täglichen Energiebedarfs in Form von Zucker zu sich nehmen. Das entspricht bei einem Energiebedarf von 2000 kcal rund 50 Gramm oder 17 Zuckerwürfeln am Tag. Ein Zuviel an Zucker kann jedoch zu Karies und zu Übergewicht führen. Letzteres ist mit einem erhöhten Risiko für Typ-2-Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und bestimmte Krebsarten wie Darmkrebs verbunden. Es gibt zudem wissenschaftliche Studien, die darauf hinweisen, dass besonders hohe Blutzuckerspiegelwerte und starke Blutzuckerspiegelschwankungen bei einer bereits bestehenden Insulinresistenz (d. h. die Körperzellen reagieren nicht mehr so empfindlich auf den Botenstoff Insulin) das Absterben von Insulin-produzierenden Beta-Zellen in der Bauchspeicheldrüse begünstigen können. Ebenso vermuten Forscher, dass eine hohe Fructoseaufnahme eine Leberverfettung begünstig, die wiederum das Entstehen eines Typ-2-Diabetes fördert.
Generell sollte man also darauf achten nicht zu viel Zucker zu konsumieren und auch auf versteckte Zucker in Fertigprodukten zu achten.
Bedenklich sind beispielsweise zuckerhaltige Erfrischungsgetränke zu denen auch Säfte gehören. Sie enthalten pro 100 ml etwa 10 Gramm (natürlichen) Zucker. Ein Liter liefert dementsprechend etwa 400 kcal, das entspricht dem Brennwert einer kleinen Mahlzeit. Da Getränke nicht sehr zur Sättigung beitragen, nimmt man über zuckerhaltige Getränke leicht zu viel Energie auf, die sich dann in Form von Fett im Körper anreichert. Daher ist es besser auf Getränke wie Mineralwasser, ungesüßten Tee oder, wenn man gar nicht anders kann, auf selbstgemachte Saftschorlen zurückzugreifen.

Diese Frage beantwortete Gisela Olias vom Deutschen Institut für Ernährungsforschung Potsdam-Rehbrücke (DIfE).