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Wird die „Personalisierte Medizin“ bezahlbar sein?

 

Antwort

Foto: Tobias Schwerdt / Deutsches Krebsforschungszentrum

Experten sind sich uneins, wie sich die personalisierte Medizin auf die Kostenentwicklung im Gesundheits- und Sozialsystem und jeden Einzelnen auswirken wird. Zum einen können hochtechnisierte Diagnostik, die Herstellung von Medikamenten für kleine Patientengruppen und intensivere Beratungsleistungen von Ärzten zu einer Kostensteigerung führen. Zum anderen besteht die Chance, dass spezifischere Diagnosen nicht zielführende Behandlungen reduzieren und so die Kosten senken. Es wird angenommen, dass eine verbesserte Prävention und Früherkennung sowie der gezieltere Einsatz von Medikamenten mit hoher Wahrscheinlichkeit, sowohl das Gesundheits- als auch das Sozialsystem insgesamt entlastet, da krankheitsbedingte Ausfälle verkürzt oder sogar vermieden werden können.
Letztendlich eröffnet die personalisierte Medizin neue Perspektiven: Der Entscheidungsspielraum eines jeden Einzelnen hinsichtlich seiner Gesundheit wird größer. Dies gilt vor allem bei der Erkennung von Krankheitsrisiken oder bei der Auswahl von Vorsorge- und Therapieverfahren. Daraus entsteht die Möglichkeit zu mehr Selbstbestimmung, wohl möglich steigt aber auch die Erwartung der Gesellschaft an den Einzelnen zur Übernahme von mehr Verantwortung.

Diese Frage beantwortete Saskia Blank vom „Ideen 2020“-Team in Anlehnung an den Aktionsplan Individualisierte Medizin (Stand Februar 2013) des Bundesministerium für Bildung und Forschung.