Fragen & Antworten

Zurück zur Übersicht

Warum steht die Atomkraft so schlecht da?

 

Antwort

604071_original_R_B_by_Rosel Eckstein_pixelio.de_600x400_BN

Foto: Rosel Eckstein / pixelio.de

Die Atomkraft hat einige Vorteile, aber auch gravierende Nachteile. Wie man ihre Chancen und Risiken gegeneinander abwägt, hängt von den Prioritäten einer Gesellschaft ab. Die Risiken sind nach der Reaktorkatastrophe im Frühjahr 2011 in Fukushima, Japan, wieder sehr ins Bewusstsein gerückt. Obwohl Japan ein Hochtechnologiestandort ist, war der Betreiber der Reaktoren nicht in der Lage, das Unglück rasch unter Kontrolle zu bringen. Neben dem Risiko, durch menschliches Versagen, Terrorangriffe oder Naturkatastrophen die Beherrschung über den Reaktor zu verlieren, gibt es weitere Nachteile. Der Kernbrennstoff Uran wird zunehmend knapper und der Uranbergbau ist sehr umweltschädlich. Eines der schwierigsten Probleme ist jedoch die Endlagerung des entstehenden Abfalls: Nur wenigen Nationen ist es bis heute gelungen, einen Endlagerstandort zu finden. In allen anderen Nationen werden die Abfälle bisher nur zwischengelagert. Deutschland hat daher im Juni 2011 beschlossen, keine neuen Kernkraftwerke mehr zu bauen und bis 2022 alle noch betriebenen Kernkraftwerke abzuschalten.

Diese Frage beantwortet Dr. Antonia Rötger, Referentin für Wissenschaftskommunikation in der Pressestelle vom Helmholtz-Zentrum Berlin für Materialien und Energie.