Fragen & Antworten

Zurück zur Übersicht

Ist kalte Kernfusion dezentral verwendbar für Eigenheim bzw. Wohnung?

 

Antwort

658101_original_R_K_by_lichtkunst.73_pixelio.de_600x400_BN

Foto: lichtkunst.73 / pixelio.de

Seit 1989 Medienberichte großes Aufsehen erregten, zwei US-amerikanischen Elektro-Chemikern der Universität Utah, Martin Fleischmann und Stanley Pons, sei es mit einer einfachen Versuchsanordnung gelungen, Atomkerne bei Raumtemperatur zu verschmelzen, ist das Thema “kalte Fusion“ ein Dauerbrenner. Nach einem anfänglichen Hype ist zwar das wissenschaftliche Interesse wieder abgekühlt. In Spielfilmen, Romanen und Internetforen wird das Thema jedoch immer wieder aufgegriffen. Und auch die eine oder andere Forschergruppe beschäftigt sich noch mit kalter Fusion in den verschiedensten Spielarten. Bisherige Erfolgsmeldungen ließen sich jedoch niemals durch unabhängige Dritte bestätigen.
Wo eine kalte Verschmelzungsmethode nachweislich funktioniert – wie die durch Myonen katalysierte Fusion oder die pyroelektrisch induzierte Fusion – ist stets mehr Energie aufzuwenden als anschließend durch die Verschmelzung freigesetzt werden kann: Die Fusion gelingt zwar, aber ein Energiegewinn ist nicht möglich. So schön es wäre – fürs Eigenheim oder die Wohnung ist kalte Fusion nicht nutzbar.

Diese Frage beantwortete Isabella Milch, Leiterin der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit am Max-Planck-Institut für Plasmaphysik (IPP).