Fragen & Antworten

Zurück zur Übersicht

Können auch Demenzformen auftreten die ohne Erinnerungsverlust einhergehen?

 

Antwort

Alzheimer_Plaques_Mausgehirn_DZNE_Uni_Rostock_PRINT

Foto: DZNE/Universität Rostock

Demenz ist ein Oberbegriff für mehr als 50 verschiedene Krankheitsformen. Sie verlaufen unterschiedlich, führen alle jedoch langfristig zum Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit und damit zu einem Erinnerungsverlust.
Der Verlauf einer Alzheimer-Demenz (siehe dazu auch „Was ist der Unterschied zwischen Alzheimer und Demenz?“) umfasst drei Stadien mit unterschiedlich ausgeprägten Demenzsymptomen. Zu Beginn der Krankheit leidet das Kurzzeitgedächtnis. Betroffene sind vergesslich, verlegen häufig Gegenstände und es fällt ihnen schwer, sich zu konzentrieren. Auch fallen ihnen mitunter Wörter für alltägliche Dinge nicht mehr ein. In fremder Umgebung können sie sich immer schlechter orientieren. Ein Indiz für das Fortschreiten der Krankheit ist der Abbau des Langzeitgedächtnisses. Erinnerungen an vergangene Jahrzehnte verblassen, auch nahe Angehörige werden nicht mehr erkannt. Im späten Stadium bauen die Erkrankten auch körperlich ab und sind bei allen Tätigkeiten auf Hilfe angewiesen.
Bei der selteneren Form der Frontotemporalen Demenz treten anfangs ganz andere Symptome auf. Die Persönlichkeit der Betroffenen verändert sich, sie sind leicht reizbar und benehmen sich seltsam. Die Ursache: Bei der Frontotemporalen Demenz sind zuerst die Hirnregionen betroffen, die das soziale Verhalten steuern. Aber auch bei dieser Form leidet letztendlich das Gedächtnis.

Diese Frage beantwortete Saskia Blank vom Ideen 2020-Team.